Die Tradition von Sri T. Krishnamacharya / T. K. V. Desikachar 

Die Tradition Krishnamacharyas (1888 – 1989) entspringt dem Hatha-Yoga. Hatha-Yoga ist ein Oberbegriff für alle Yogarichtungen, bei denen Körperarbeit von Bedeutung ist. Sri T. Krishnamacharya war einer der bedeutendsten Yogameister des 20. Jahrhunderts, aus Chennai / Südindien. Nach vielen Jahren des Yoga Studiums in Praxis und Literatur unterrichtete er im traditionellen Yoga. Dabei war ihm wichtig Yoga als Ganzes, als Gesamtheit zu vermitteln. So passte er Yoga auf die Bedürfnisse und Lebensumstände der heutigen Generation an. T.K.V. Desikachar, sein Sohn, welcher viele Jahre Unterricht bei seinem Vater nahm, führt die Tradition fort und gründete 1976 zur Ehren seines Vaters das Yoga Mandiram in Chennai.

Unter Krishnamacharyas Schülern sind neben seinem Sohn T. K. V. Desikachar (* 1938) einige sehr renommierte Yoga-Lehrer wie, Indra Devi (1900–2002), sein Schwager B. K. S. Iyengar (* 1918), K. Pattabhi Jois (1915–2009), und A. G. Mohan (* 1945). Für uns in Deutschland ist R. Sriram ein namhafter Lehrer.

 

 

Besonderheiten des traditionellen Yoga nach Sri T. Krishnamacharya / T. K. V. Desikachar 

Der Mensch wird da abgeholt wo er steht 
Yoga wird den individuellen Bedürfnissen und Voraussetzungen angepasst. Der Mensch steht im Mittelpunkt und die Yogapraxis wird für den Einzelnen, seinen Fähigkeiten und den Voraussetzungen die er mitbringt zusammengestellt. Dazu können wir uns einer Vielzahl von Übungen, Abläufen und Varianten bedienen. Es gibt kein Standardprogramm.

 

 

Yoga – absichtsvoll – achtsam – schrittweise (in krama) 

Im Einzel-, wie im Gruppenunterricht wird die Praxis schrittweise aufgebaut. Dabei achten wir darauf dass wir Übungen sinnvoll vorbereiten und ausgleichen.

 

 

Der Atem steht im Mittelpunkt der Yogapraxis 

“breath is central to Yoga because it is central if life. …and Yoga is about life” T. Krishnamacharya Der Atem führt uns in die Haltung und er bringt uns zurück aus der Haltung, er führt die Bewegungsabläufe. Dabei richten wir uns nach dem natürlichen Lauf des Atems und versuchen diesen zu verfeinern, zu verlängern. Ein feiner Atem bringt unseren Geist zur Ruhe und uns zu der Qualität von Yoga, die wir erreichen wollen.

 

 

einige Grundbegriffe im Yoga 

asana – die Körperübung
prana – der Atem
vinyasa – fließende Übungsabfolge
mudra – Hand-, Fingerhaltung